Personal Computer Modell AT 5170

Der IBM AT 5170

1894 erschien mit dem IBM AT 5170 ein neuer PC mit einem vollständig neuem Design. Die verwendete 16-Bit CPU Intel 80286 kennt zwei Betriebsarten: dem Real Mode und dem Protected Mode. Der erstgenannte ist der Standardmodus, hier arbeitet sie vollständig kompatibel zum Intel 8088, der bei den Vorgängermodellen 5150 und 5160 verwendet wurde. Durch den 24-Bit Adressbus können jedoch bis zu 16 MiB RAM adressiert werden, allerdings nur im neuen Modus, dem Protected Mode. Im Real Mode – in dem DOS betrieben wird – bleibt es bei 1 MiB. Ein weiterer wichtiger Fortschritt beim AT war, das nun ein durchgängiger 16-Bit Datenbus zur Verfügung stand, denn die bisherige 8-Bit breite ISA-Schnittstelle wurde auf 16-Bit erweitert. Die Diskettenlaufwerke können nun 5.25″ High-Density Disketten verarbeiten, wodurch 1.2MiB pro Datenträger zur Verfügung stehen. In allen Modellen ist mindestens eine 20 MiB Festplatte verbaut. Diese sind an einem 16-Bit Controller von Western Digital angeschlossen ist (ST-506). Eine weitere Neuerung beim AT ist, das die Konfiguration der Hardwarekomponten nicht mehr per DIP-Schalter erfolgt, sondern per Software, welche die Einstellungen in einem batteriegestütztem CMOS speichert.

Das neue PC-DOS 3.0 wurde für den AT im Kernel maßgeblich überarbeitet. Unter anderem wurden auch grundlegende Netzwerkfunktionen sowie eine Unterstützung einer Echtzeituhr mit Jahrtausendbyte implementiert. Das neu eingeführte FAT16 Dateisystem arbeitet mit 512KiB je Sektor und unterstützt Partitionsgrößen bis maximal 32 MiB.

Die Iomega Bernoulli Box 20-20 (A220)

Die Bernoulli Box 10-10 (Modell A210H) erschien 1984 als erste externe Festplatte mit Wechselmedien für PC’s. Kurze Zeit später folgte das Modell A220H, ebenfalls mit zwei Laufwerken. Jedes der Medien hat eine Kapazität von 20 MiB. Das Speichermedium besteht aus einer PET-Filmdiskette im 8″ Format. Durch die Drehung entsteht der Bernoulli-Effekt, wodurch die Scheibe an den Schreib-/Lesekopf gesaugt wird, ihn aber nicht berührt. Die Zuverlässigkeit ist daher höher wie bei Festplatten, da ein Headcrash nahezu ausgeschlossen werden kann.

Der NEC Multisync (JC-1401)

Der NEC Multisync war der erste kommerziell erhältliche Multi-Frequenz-Computermonitor der Welt und kam 1986 auf den Markt. Der 13″ Farbmonitor war daher nicht nur mit PC’s, sondern auch mit Homecomputer verwendbar (z.B. Amiga, Atari).

  • Scannt automatisch alle Frequenzen zwischen 15,75 kHz und 35 kHz
  • Kompatibel mit IBM PC/AT, PC/XT, PC und ähnlichen Modellen
  • Kompatibel mit MDA, CGA, Hercules, EGA
  • Farbauflösung bis maximal 800 Punkte horizontal, maximal 560 Zeilen vertikal
  • Die Farbfähigkeit wird nur durch die verwendete Grafikkarte begrenzt
  • Textschalter bietet 7 Farben für komfortablere Textverarbeitung und Datenbankanwendungen im TTL-Modus.

Fotos des ausgestellten IBM Personal Computer AT 5170

IBM AT 5170, Innenleben


IBM AT 5170, Rückseite


EGA Karte mit C&T Chipsatz


Festplatten- und Floppy-Controller, 16-Bit


Speichererweiterung auf 640KiB

Installierte Software

  • IBM – DOS 3.1
  • Digital Research – GEM Desktop 1.2D
  • Microsoft – Windows 1.03
  • ZSoft – PC Paintbrush 3.0
  • Norton – Commander 3.0
  • Norton – Utilities 4.5 Advanced
  • Westlake Data – PathMinder 4.0
  • Touchstone – CheckIt 3.0
  • Microsoft – Word 3.0