Photo by Bill Anderson

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Wenn man 40-50 Jahre alte Hard- und Software benutzbar halten will, muß ein hoher Aufwand betrieben werden. Im Bereich der Hardware fĂ€ngt das an mit einfacher Reinigung und hört auf mit dem Nachziehen von Leiterbahnen auf einer Platine. Kondensatoren und andere passive und aktive Bauelemente aus den 70iger und 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts gehen dem Lebensende entgegen bzw. haben diese Grenze bereits ĂŒberschritten. Hier zeigt sich oft, ob der Hersteller bei seinem Produkt auf hohe QualitĂ€t und damit auf lange Lebensdauer gesetzt hat oder einfach nur auf kurzfristige FunktionsfĂ€higkeit. Wir sind daher auch auf SchaltplĂ€ne angewiesen, die im Netz zu finden sind und von uns archiviert werden, weil Webseiten mit solch speziellen Informationen oft genug von heute auf morgen nicht mehr verfĂŒgbar sind. Unsere Situation stellt sich so dar: Computer sind in Regalen eingelagert und stehen so oftmals viele Jahre. In der Regel wurden die GerĂ€tschaften  in Empfang genommen, gereinigt und auf Funktion ĂŒberprĂŒft. Hier entscheidet sich, ob das GerĂ€t in das beheizte Lager 1 oder in das Lager 2 kommt. GerĂ€te, die nicht schnell wieder funktionsfĂ€hig gemacht werden können oder nicht im Originalzustand sind landen in Letzterem und warten dort auf die Restauration.

Unter dem MenĂŒpunkt Projekte haben wir alles zusammengefaßt: Reparaturen, Basteleien, Restaurationen. Leider dokumentieren wir solche Sachen erst seit Anfang 2020. Die 20 Jahre davor: project > /dev/nul

Ähnliches gilt im Bereich der Software. Disketten waren das verbreiteste Medium von Mitte der siebziger Jahre bis Mitte der 90iger. Viele Programme der “Computerrevolution” fallen also in einen Zeitbereich von 20 Jahren. Auch hier versuchen wir, diese Medien in Form von Disketten-Images zu sichern. Weil dieser Prozess schon seit 2001 lĂ€uft, sind bei uns mittlerweile verschiedene Werkzeuge im Einsatz. Unter Archivierung finden Sie alles ĂŒber den Umgang mit historischer Software.

GrundsĂ€tzlich ist unser Leitspruch: einen Computer, den wir nur einmal haben, haben wir gar nicht. Das mag ĂŒbertrieben erscheinen, den vieles ist ja reparabel. Aber irgendwann wird der letzte Custom-Chip eines Modells sein Leben aushauchen, dann bleibt nur aufwĂ€ndiges Re-Engineering, was oftmals an detaillierten Informationen scheitert. Oder man hat eben noch einen funktionsfĂ€higen Ersatz-Chip.