Einsatzbereit und restauriert sind ein LTE Lite 25 sowie ein LTE 5000, jeweils mit passenden Dockingstation’s. Beide Geräte sind elektronisch nicht so fehleranfällig wir ihre Vorgänger. Die Diskettenlaufwerke beider Modelle sind ebenfalls von Citizen und weitgehend identisch mit denen der Vorgänger. Auch sie besitzen einen Riemenantrieb, welche i.d.R. ebenfalls erneuert werden müssen. Die SMD-Elkos der Steuerplatine dieser Diskettenlaufwerke laufen oft aus und sollten ebenfalls ersetzt werden.

Eine Inspektion der Spannungen der Netzteile vor Inbetriebnahme ist immer anzuraten, in unserem Fall natürlich die der Docking-Station’s.

Links: Compaq LTE 5000 mit Dockingstation, Rechts: Compaq LTE Lite 25, ebenfalls mit Dockingstation

Links: Compaq LTE 5000 mit Dockingstation, Rechts: Compaq LTE Lite 25, ebenfalls mit Dockingstation

Compaq LTE Lite/25 (Model 60)

Der LTE Lite Serie folgte ab 1992 auf den Compaq LTE 8086 und den LTE /286. Unser Modell ist mit einem 80386SL Prozessor (25Mhz), 4MiB RAM und einer 60MiB Festplatte ausgestattet. Das Graustufen-VGA Display ist gegenüber den Vormodellen verbessert. Als wir den Rechner erhalten haben, war Windows 95 installiert. Damit ist er definitiv überfordert. Die Festplatte startete zudem nicht mehr zuverlässig, muß also ersetzt werden. Wir streben eine zeitgenössische Einrichtung mit MS-DOS 6.22, Windows for Workgroups 3.11, Word für Windows 2.0 und Excel 4.0 an.

Da wir über keine funktionsfähige 2,5″ Festplatte verfügen, die zum Compaq-Bios passen würde. haben wir eine 2GiB-Festplatte verwendet. Diese  wird im Setup auf eine Einstellung gesetzt, die von der Anzahl der Heads und Sektoren her passte. Es wird dann nur die Anzahl Zylinder benutzt, die im gewählten Bios-Typ eingestellt ist. In unserem Fall reduzierte sich die Kapazität der 2GiB Platte auf ein Viertel, aber der LTE Lite bootet wieder einwandfrei. CF-Karten haben wir auch versucht, Partitionieren und Formatieren funktioniert einwandfrei, aber von der CF wollte er nicht booten.

Mit WfW 3.11 und den Office Programmen kommt der LTE von der Arbeitsgeschwindigkeit gut zurecht. Spiele zu installieren kann man aufgrund der fehlenden Farbe nicht empfehlen.

Compaq LTE 5000

Dieses erste Modell der LTE 5000 Serie ist mit einem Pentium Prozessor ausgestattet, der mit 75Mhz getaktet ist. Er besitzt ein Farbdisplay (VGA), 8MB RAM, eine 512MB HD und eine 2GB PCMCIA CF-Card. Leider ist kein CD-ROM Laufwerk eingebaut und natürlich verfügt er auch noch über keine USB-Schnittstelle. USB Schnittstellen gab’s erst ab 1996, standardmäßig in den ersten PC’s erst ab ca. Ende 1997. Der Compaq LTE 5000 ist Baujahr 1995. Leider ist so die Installation von CD-basierten Software-Podukten nicht ganz einfach.

Der LTE 5000 sollte zeitgenössisch mit Windows 95 und Office 95 ausgestattet werden. Aber wie, ohne CD-ROM Laufwerk? Immerhin verfügt der LTE 5000 bzw. die zugehörige Dockingstation über zwei PCMCIA-Slots. Zudem über PS/2 Anschlüsse für Tastatur und Maus. PCMCIA kann mit verschiedener Software (u.a. CardWare) unter DOS verfügbar gemacht werden. So ist es möglich, die OS- und Office-Installation von einer mit den entsprechenden Installationsdateien präparierten CF-Card auch ohne CD-ROM durchzuführen.

Nach der Installation von Windows 95B haben wir das SP2298 (Compaq SoftPaq, 5 Disketten) von Compaq installiert. Das SoftPaq installiert Treiber, wodurch die PCMCIA Slots auch unter Windows 95 erkannt werden. Wichtig, denn das Office 95 Setup muß von Windows aus gestartet werden. Zudem erhält Windows 95 durch das Service Pack auch noch passende Audio- und Infrarot-Port Treiber von Compaq.